Abgeteuft – Ein Bergwerk Krimi

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Wanderfreundin-/freund kommst du nach Re…

…und du siehst es nicht am Tag. Sie haben es versenkt nach heftigen Protesten. Der Bergmann als Retter der Natur in der die Menschen leben mit ihren regionalen und lokalen Schönheiten und dem freien Blick zum Horizont. Da war zuletzt nur noch ein Problem gewesen: Kann man es hören?
Bis zu einer Tiefe / Teufe von bis zu 500 m gruben sie ins Gebirge und holten das Erz; brachten es mit Muskelkraft zutage. Das war der einzige Grund und nach Ausbeutung vergessen.

Viele Jahre sind seitdem vergangen: Wasser, Geröll und rötliche Erde lag im Schacht und ein neuer Vortrieb musste erfolgen. Nutzlos war jetzt vorbei! Das Relikt wurde aufgeschlossen, was nur Wenige erwartet hatten geschah. Den Menschen wohlgetan lässt „Auf Wohlfahrt“ dem Landschaftsidyll den stangenfreien Blick erhalten. Dichte Wälder und grüne Wiesen bleiben verschont von durchbrochenen Blicken; Sommer, Herbst und Winter in goldglänzender Sonne ohne schmale künstliche Schattenanlagen. Kein vergitterter Horizont fesselt den Blick! Wohlfahrt sei Dank!

Geld sei nicht alles und Strom habe man genug, eher zu viel im Land, konnte man in Debatten hören und nicht überhören; Und Wohlgefühl und Heimatblick kann nicht genug sein und ist nicht zu kaufen.

Was wird die neue Technik wohl kosten; wesentlich höhere Mehrkosten wurden befürchtet.

Die Frage musste sich der Investor beantworten und kam zu dem fatalen Schluss: Zu teuer und technisch zu schwierig und aufwendig weil keine Massenproduktion von der Stange. Massenanfertigung war unumgänglich wollte man die Kosten adäquat und moderat halten.

Hinter den Kulissen politischer Vorhänge bei den Entscheidungsträgern glaubten die Bürger Befürworter zu haben: Doch es schien: „Nein, wir wollen das so nicht!“
Allerdings und das war den politfarbigen Prominenzen klar: Eine Hundertschaft Bürger konnte das übliche Vorhaben einer Geldquelle kippen.
Wer konnte da helfen?

Tief im Berg schnarcht der Berggeist heute noch und immerdar.

Jeder Besucher kann ihn grummeln hören im “Tiefen Stollen“. Tagaus tagein, solange wie Wasser die Rösch (1) durchströmt wird er Schnarchen; er ist halt nicht mehr jung und Schnarchen im Alter ist ok! Konnte er den bunten Stadträten und dem Investor weiterhelfen? Er, der allein die Attraktion der Gegend bewachte. Würde er eine Ablenkung der Aufmerksamkeit auf sein Bergwerk wollen?

Unter Tage ist die Luft rein und gute Luft und tiefes Atmen tut den Besuchern gut. Wenn sie die Gänge der Grube durchstreifen erfahren sie von der harten Arbeit der Bergleute im Erzbergbau in Zeiten als nur Eisen und Schlegel die wichtigsten Vortriebwerkzeuge waren.

Viele Neuerungen, Erfindungen und neue Regelungen haben in 100 Jahren nach Schließung der Grube zur Erleichterung und Beschleunigung der Bergarbeit beigetragen. Heute scheint jedes technische Problem lösbar und durch Fachkräfte umsetzbar.

Untertage schnarcht der Berggeist und dreht sein Wasserrad das unermüdlich den Stollen trocken hält obwohl der Bergbau schon so lange beendet ist! Übertage die Abraumhügel haben die Landschaft geprägt . Wasser und Wind der Schatz aus grünen Hügeln und Wälder unter dem blauen Himmel. “Glück auf“ dem, der ihn findet und erntet! Dessen Erholung ist garantiert!
500m tief gegraben und vom Berggeist behütet mit Wasser und Steinen gefüllt schlummert die Lösung. Erstaunt schaut der Investor drein: “500 m tief ins Erdreich mit einfachem Werkzeug, oder Gezähe wie der Bergmann sagt, dann kann ich es auch wagen! Was soll das kosten den Schacht zu öffnen?“ Die Idee schien ihm zu gefallen, wenngleich keiner im Vortragssaal ahnte warum.

Wind und Wasser zur Energieerzeugung nutzen und dabei technische Fortschrittsleistungen nutzen sollte nicht an Kosten scheitern. Eine Frage der Zeit und Nutzungsdauer. Das sollte wohl gelingen, waren sich dann alle einig – bis auf die üblichen Bedenkenträger! Es muss sich rechen…!

Nach einer Führung durch den Tiefen Stollen war ihm der Gedanke gekommen. Mehrwert schaffen und Energieerzeugung mit Tourismus koppeln. Geschäftsmann eben…! Profit schaffen…!

„Ich bringe euch Wohlstand in die Region wie einst der Bergbau!“ Dieser Satz gefiel ihm und er hoffte auf breite Anerkennung seiner Überzeugung! Der Investor ging händeschüttelnd vom Podium und der Saal stand staunend und verblüfft zugleich bis dann vereinzelte miteinander zu sprechen begannen. Unruhe, Unbehagen, Zweifel durchzog das Dorf und die Region!

Die Führungen im Bergwerk gingen wie gewohnt weiter und still lag die Landschaft darüber. Sie tut gut diese Eifelgegend im Höhengebiet!

Heute geht es zum erstenmal ans Netz und Strom von der Grube fließt in die Häuser und die Welt! Nach Sonnenuntergang ist es kühl im Eifelherbst wenn der Wind weht und es antreibt.
Alle, oder besser sehr viele aus aller Welt waren gekommen um das Wunderwerk zu bestaunen. Zwei Klappen öffneten ein Loch und ein rotes Blinklicht erhob sich aus der Erde; dann folgte ein Turm an dem Blätter angelehnt und der von unsichtbarer Kraft nach den Sternen geschoben wurde. Das Kinn der Begucker strebte langsam mit nach oben so wie sich der Turm weiter gegen Himmel streckte und dabei gemächlich seine Blätter aufklappte. Der Turm stand hoch über dem Berg und seine Blätter rotierten im Wind und der Ortsbürgermeister eröffnet feierlich den Betrieb des ersten einklappbaren, versenkbaren Windrades der Welt.

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