Conditioner oder auch Haarspülungen, werden nach der Haarwäsche aufgetragen und sollen dafür sorgen, dass die Haare gepflegt werden und geschmeidiger aussehen. Conditioner werden größtenteils in Tuben aus Plastik verkauft und tragen damit ihren Teil zur Vermüllung unseres Planeten bei. Zudem bestehen sie zu einem Großteil aus Wasser. Das wird gemischt mit pflegenden Ölen, Duftstoffen und Konservierungsstoffen. Einige flüssige Spülungen enthalten sogar Mikroplastik. Nicht nur der Einsatz des Plastiks ist schädlich für unsere Umwelt, auch der Transport dieser Produkt ist ressourcenaufwendiger als bei einem festen Produkt, ohne Wasser. Das alles waren genug Gründe für mich, um nach Alternativen zu suchen.

Feste Haarspülung und Conditioner ohne Plastik

Seit ein paar Jahren wächst das Angebot an festen Shampoos auf dem Markt. Mittlerweile gibt es, zum Glück, auch einige feste Conditioner. Denn die bieten mir und dir die Möglichkeit, plastikfreier zu leben. In meinem Shop verkaufe ich selbst einen. Der besteht auch aus Bio-Rohstoffen und hat bei mir 6 oder 8 Monate gehalten. Genau wie lange weiß ich nicht, es war etwas dazwischen, auf jeden Fall sehr lang!

Es gibt noch weitere feste Conditioner, auch im Drogeriemarkt. Die Preise variieren da zwischen 4 € bis 8 €. In dem günstigeren, von Langhaarmädchen, sind allerdings sind in dem deutlich mehr Inhaltsstoffe enthalten als nötig, wie Zitronensäure (Citric Acid) oder Sulfate. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe oder ein Check mit der Toxfox App lohnt sich immer. Dennoch sind auch diese Produkt besser für dich geeignet, wenn du plastikfreier leben willst. Denn sie sind eben nicht in Plastik verpackt.

Festen Conditioner und feste Spülung richtig nutzen

Bei den festen Produkten kommt es dir vielleicht so vor, dass sich nichts ablöst. Am besten hältst du den Conditioner vor der Nutzung kurz unter das warme Wasser und reibst in dann direkt in die Spitzen und Längen ein. Du kannst ihn auch länger in beiden Händen reiben. Wichtig ist, eine feste Spülung sollte eigentlich nicht schäumen, da sie nur pflegende Wirkstoffe auf das Haar übertragen soll und die schäumen eigentlich nicht. Daher kann es im ersten Moment komisch wirken.

Haaröl statt Conditioner

Als Ersatz für Conditioner, zum Beispiel bei trockenen Haaren kann Haaröl dienen. Auch Haaröl gibt es in großen Mengen in Drogerien zu kaufen. Anstatt aber ein überteuertes Öl-Gemisch in einer Plastikflasche zu kaufen kannst du auch andere Öle nutzen.  Arganöl, Jojobaöl, Rizinusöl, sogar Olivenöl oder Hanföl kannst du nutzen. Ich massiere ab und an eine erbsengroße Menge Hanföl in meine Spitzen ein und gebe den Rest in die Längen. Öl nie direkt auf die Kopfhaut geben, dass lässt es schnell fettig wirken.

Haarspülung oder Conditioner selber herstellen

Der Klassiker unter den zerowaster*innen ist die Saure Rinse. Wenn du kein festes Shampoo, sondern feste Seife zum Haarewaschen nutzt, empfehle ich die sehr. Denn sie sorgt dafür, dass die Haare nach dem Waschen nicht so stumpf aussehen.
Ansonsten spült sie Kalk aus deinem Haar und sorgt für Glanz. Das Rezept steht unten. Du wendest die Saure Rinse an, indem du sie nach dem Haarewaschen über die Haare gießt. Ausspülen musst du sie nicht.

4 Rezepte für selbstgemachte Haarspülung

  • Saure Rinse mit Apfelessig
    Mische vor dem Duschen 0,5 L Wasser mit 2 TL Apfelessig in einer Flasche.
  • Saure Rinse mit Zitrone
    Mische 0,5 L Wasser mit einer halben ausgepressten Zitrone.
  • Spülung mit Rosmarin
    Koche eine Handvoll Rosmarinzweige mit 1 Liter Wasser auf. Lasse das ganze mit Deckel darauf eine Nacht stehen. Wende es dann genauso an wie die Saure Rinse. Soll bei Schuppen und trockener Kopfhaut helfen.
  • Spülung mit Brennnesseln
    Koche eine Handvoll Brennnesselblätter in Wasser auf. Es sollte ein Deckel auf dem Topf sein. Lasse es noch 15 Minuten ziehen und gibt wenn du willst noch 1 El Apfelessig hinzu. Du kannst die Spülung direkt verwenden. Brennnessel stärkt das Haar und beruhigt juckende Kopfhaut.

Ohne Haarspülung geht es oft auch!

Wenn du wie ich trockene Haare hast oder besonders fettige Kopfhaut, dann hilft die was mir geholfen hat.
Ich nutze ein pflegendes, nicht austrocknendes festes Shampoo und bürste mir die Haare mehrmals wöchentlich (nicht täglich) wirklich 50-100 mal.

Das sorgt dafür das die Haare natürlich gepflegt werden. Du verteilst so quasi das überschüssige Fett deiner Kopfhaut in deinen Haaren. Viele sagen dann oft zu mir: “Ach Anke, dafür habe ich aber keine Zeit, das dauert doch ewig.” Ja, kann ich verstehen. Es dauert wirklich nicht länger, als Zähneputzen. Und wenn du eine Serie schaust, kannst du das auch einfach mal zwischendurch machen, wenn du möchtest.
Ich nutze dafür einen Kamm und eine Bürste mit eng stehenden Sisalborsten.

Quellen:
Ökostest:

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