Warum ist Ökostrom nur ein Teil der Lösung?

Vor ein paar Tagen habe ich auf Instagram etwas über den Hambacher Forst gepostet und das wir direkt nach unserem Urlaub auf Ökostrom umstellen. Für alle die jetzt denken: „Ja cool mache ich auch, dann habe ich das auch abgehakt und kann weiterhin soviel Strom nutzen wie vorher…“ ist dieser Beitrag. Also auch für mich. Denn ehrlich gesagt habe ich das insgeheim gehofft, wie wohl viele andere. Meine Infos habe ich von einem Freund der bei einem Stromversorger arbeitet und das ganze Strom – Business sehr kritisch sieht.

Warum können wir nicht von Ökostrom leben können.

Ich dachte bisher wenn wir unseren Stromanbieter wechseln und auf Ökostrom umstellen dann können wir fast das ganze Jahr von Ökostrom leben. Klar habe ich vor Jahren mal gehört, dass im deutschen Norden zuviel Strom produziert wird, ich dachte es hätte sich mit der Zeit eine Lösung ergeben. Die gibt es aber nicht!

Woher kommt Ökostrom?

Ich fasse das Video hier für euch kurz zusammen, da ich es nicht einbinden kann. Wenn viel Sonne scheint und Wind da ist, dann wird meist genug Strom erzeugt um alle Haushalte zu versorgen. An manchen Stellen sogar zuviel Strom. Ist es windstill oder scheint kaum Sonne, dann kann auch kein Strom entstehen. Ist ja irgendwie klar oder? Wenn es komplett windstill ist, dann wird eine Fahrt mit dem Segelboot auch schwer.
Wenn kein Ökostrom mehr da ist, dann muss der Strom irgendwo anders herkommen damit wir kochen, backen, warm duschen und fernsehen können. Also kommt dann Braunkohle zum Einsatz oder der Strom wird aus Atomkraftwerken angrenzender Länder importiert.

Wenn ihr euch jetzt fragt warum der entstanden Ökostrom ins Ausland verkauft wird anstatt ihn für uns zu speichern, dann seid ihr schon meine Helden! Soweit hatte ich nicht gedacht :).
Also es gibt noch nicht genug Speicherkapazitäten für den gewonnen Strom. Weil unsere Technik noch nicht soweit ist. Stärkere Investitionen sind hier nötig.

Was ist die Lösung gegen Braunkohle?

  1. Die beste Lösung ist natürlich, das wir alle anfangen weniger Strom zu verbrauchen. Das ist leichter gesagt als getan!
    Mein Wecker weckt mich morgens, danach putze ich mir die Zähne (vor 6 Monaten noch mit einer elektrischen Zahnbürste), mache mir einen Tee, nutze das Handy im Recherche-Raum (Klo).Dann fahre ich mit der Bahn zur Arbeit, sitze dort 8-9 Stunden vor dem Computer, schaue in der Pause länger auf mein Handy, fahre mit der Bahn zurück. Während der Bahnfahrt höre ich Musik mit dem Handy. Nach der Arbeit geht es ins Fitti, auf dem Cross-Trainer gucke ich Filme oder gehe zu einem Kurs. Auch dort läuft Musik. Danach wird zuhause geduscht, etwas gekocht und eine Maschine Wäsche angemacht. Nach dem Essen gucken wir Fernsehen oder ich sitze vor den Computer. Mal ganz nebenbei das ich quasi 11 Stunden am Tag vor nem Bildschirm hänge was nicht geil ist, verbrauche ich fast rund um die Uhr Strom! Das ist krass oder? Sich das einfach mal bewusst zu machen.
  2. Also muss eine andere Lösung her: Wir werden jetzt ein „Wastelesshero Wochenende einführen“. An diesem Wochenende verzichten wir so gut wie möglich auf Strom, produzieren keinen Müll und haben trotzdem Spaß! Wenn ihr Bock habt mitzumachen, dann kommentiert gern. Ich schreibe euch dann weitere Infos. Das erste Wochenende wird der 28-30.9.
  3. Anstatt Braunkohle könnten wir Steinkohle nutzen. Die müsste wohl auch aus anderen Ländern importiert werden und ist damit auch nicht die Lösung. Den die wird dann aus ärmeren Ländern importiert. Das Übele daran ist, das der Import billiger ist als die Steinkohle bei uns selbst abzubauen.
  4. Alle mit eigenem Haus könnten darüber nachdenken eine Photovoltaikanlage zu nutzen. Es gibt die anscheinend auch in kleine für den Balkon. Davon habe ich noch keine Ahnung, deshalb wenn ihr was darüber wisst kommentiert gern! Wie können ja alle noch was lernen!
  5. Stromspeicher sind noch eine weitere Möglichkeit Strom der zuviel produziert wurde zu speichern. So könnte der Strom dann ins Netz (und damit zu uns nach Hause) gegeben werden, wenn er gebraucht würde.

Ökostrom ist übrigens oft billiger für uns Verbraucher!!!

Wußtet ihr das? Ist ja irgendwie auch klar. Bei der Gewinnung von Ökostrom wird weniger Geld ausgegeben. Es müssen keine Wälder müssen gerodet werden, Demonstranten im Schach gehalten werden, Presse-Sprecher bezahlt werden usw. Andererseits habe ich keine Hinweise dazu gefunden, wie hoch die Kosten wirklich im vergleich sind. Denn Ökostrom wird stark subventioniert und ich habe keine Kostenrechnung zur Lebensdauer und Ertrag von z.B. Windanlagen gefunden. Die müssen nämlich nach einer bestimmten Zeit gewartet und erneuert werden oder ggf. abgebaut wenn die Wartungskosten höher sind als der Bau neuer Anlagen.

Gibt es eine Lösung für uns und den Strom?

Meiner Meinung nach gibt es nur eine Lösung. Die ähnelt sehr der dem minimalistischem Leben, nämlich einfach weniger verbrauchen 😉 Mir scheint das ist die Lösung für unfassbar viele Herausforderungen und Problemfelder unserer Menschheit!:)

Wie siehst du das? Hast du Tipps zum Stromsparen?

Kategorie Aktuelles
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Ich bin Anke und freue mich sehr das du hier bist. Hier findest du Tipps mit denen wirklich jeder einfach ohne Plastik leben kann.

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