Wetbag selber nähen

Diesen wunderbaren Beitrag hat Lena von für dich geschrieben. Ich kenne sie schon ein Weilchen und sie liebt es wirklich Dinge selbst zu erschaffen und ist eine wahre Upcycling-Künstlern. Ihren Instagram-Account findest du unter Apollolena.

Was ist ein Wetbag?

Bevor ich ein Kind hatte, waren mir Wetbags kein Begriff. Erst mit dem Stoffwickeln kam ich mit diesen sinnvollen (zugegeben nicht ganz plastikfreien) Beuteln in Berührung. Man verwendet sie, um unterwegs nass gewordene Windeln, Kleider oder Tücher zu transportieren. Du kannst den Wetbag auch nutzen um unterwegs deine Stoff-Slipeinlagen oder Binden, geruchsneutral einzupacken.
Nach dem Gebrauch wird der Beutel nicht weg geschmissen, sondern gewaschen und wieder verwendet. Einige Jahre nach der Entdeckung der Nasstaschen habe wir sie immer noch im Gebrauch und vemeiden so immer wieder Plastiktüten. Beispielsweise haben wir im Kindergarten und bei Großeltern welche hinterlegt, damit die Kleidung (falls ein Malheur passiert) nicht stets in einer neuen Tüte verpackt wird. Auch zum Schwimmen oder beim Sport sind die Bags praktisch und trennen die nassen von den trockenen Sachen in einer Tasche. Viele Stoffwindelmarken bieten Wetbags in allen Größen und mit allen Mustern an, doch wer gerne näht und über ausrangierte Wachstischdecken stolperte, kann sich diese auch kostengünstig selber nähen. Das Upcycling Projekt dauert ca. 20 Minten ist auch für totale Anfänger geeignet.

Anleitung für den DIY-Wetbag

Materialen

  • Aussortierte Wachstischdecke entsprechend der gewünschten Größe
  • Druckknöpfe
  • Nähmaschine und Nähutensilien

Anleitung

  • Schneide zwei Mal ein 30x75cm großes Stoffstück (zzgl. Nahtzugabe) aus der Tischdecke aus
  • Falte das Stoffstück in der Mitte, sodass die schöne Seite innen liegt und markiere an beiden Ecken ein Quadrat von 3x3cm.
  • Schneide das angezeichnete Quadrat aus und fixiere die Kanten mithilfe von Stoffclips, da Nähnadeln Löcher machen.
  • Nähe links und rechts die Kanten ab, das Quadrat wird dabei ausgespart.
  • Ziehe die Ecken vom ausgesparten Quadrat auseinander, sodass eine Linie im rechten Winkel zur bereits vorhandenen Naht entsteht. Steppe diese mit einem Geradstich ab.
  • Wieder hole diesen Vorgang auch mit dem zweiten Stoffstück.
  • Drehe einen der Beutel um und setze ihn in den anderen Beutel ein. Die schönen Seiten sollten sich dabei ansehen. Achte darauf die Seitennähte aufeinander zu legen.
  • Nähe die Beutel an der Öffnung zusammen. Denke unbedingt an eine Wendeöffnung von ca. 5-8cm!!
  • Vor dem Wenden: Markierungen für den Verschluss anzeichnen. Hierfür klappst du die Öffnung doppelt nach unten und kennzeichnest die Stelle, an der der Druckknopf angefügt wird.
  • Die Knöpfe so anbringen, dass die Teile, die zusammenpassen auf der schönen Seite liegen.
  • Danach kann das Wetbag gewendet werden.
  • Die Wendeöffnung mit einer knappkantigen Naht schließen und bei bedarf den Rand mit einer Naht absteppen.
  • Nun ist die Nasstasche einsetzbar. Sie ist per Hand und bei geringer Hitze in der Maschine waschbar.

Und schon ist der Wetbag einsatzbereit.
Auf ihrem Youtube-Kanal hat Lena noch ganz viele DIY-Projekte,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.