Was wir jeden Monat ausgeben?

Ich schreibe ja wirklich sehr oft, dass wir weniger Geld ausgeben, seit wir zu 90% zerowaste, bio und vegan leben. Und um euch das zu zeigen, haben wir uns entschieden, einmal alle Konsum-Ausgaben die wir so haben offen zu legen. Also los geht’s.

Wie sind wir vorgegangen?

Wir haben den ganzen Juni in einer WhatsApp-Chat (#werbungunbezhalt), jedes Mal nach einem Kauf oder Geld ausgeben, in die Gruppe geschrieben, was wir ausgegeben haben. Zum Beispiel: „Essen gehen – 13 €“, „Bäcker 4,50€“. Ich hab den ganzen Chat in eine Tabelle kopiert und mittels Pivot-Tabellen konnte ich so in 2 Minuten herausfinden, wofür wir wie viel Geld ausgeben.

Was geben wir pro Monat aus?

Ganz bewusst habe ich im Juni nicht bei Foodsharing mitgemacht. Wir haben im Juni zu mehr als 90% unverpackt, Bio-Lebensmittel gekauft. Das Einzige was nicht Bio war, war das Malzbier.
Im Juni haben wir insgesamt 370€ ausgegeben um Dinge zu kaufen.
37,5 € haben wir im Schwimmbad ausgegeben, deshalb wünsche ich mir zum Geburtstag nur Gutscheine für’s Schwimmbad ;).

Die 370€ teilen sich wie folgt auf:
38€ auf dem Öko-Wochenmarkt
65€ für gerettete Lebensmittel (Thegoodfood und ToGoodToGo)
37€ im unverpackt Laden und
149€ im Bio-Supermarkt
30€ Einkäufe beim Essen holen auf der Arbeit
20€ Supermarkt / Drogerieladen
31€ Essen gehen

Im Drogerieladen haben wir Öko-Wergwerfwindeln, Gemüstestreichcreme und Mandel-/Erdnussmuß gekauft. Im standard Supermarkt auch Gemüsestreichcreme und Malzbier.
Unser Bio-Supermarkt hat auch eine Abfüllstation für einige Lebensmittel, daher sind wir seltener im Unverpackt Laden.
Übrigens haben wir in dem Monat sonst nichts gekauft! Keine Kleidung, keine Sachen, keine CDs…

Was wir eigentlich anders machen

Normalerweise geben wir 250 – 300€ für Lebensmittel- und Herr Baby Einkäufe pro Monat aus.
Eigentlich kaufen wir eher selten im Bio-Supermarkt ein und dafür öfter auf dem Öko-Wochenmarkt. Das ist dann günstiger, da wir dort saisonale Gemüse- und Obstsorten kaufen, die günstiger sind als im Bio-Supermarkt. Auf dem Wochenmarkt geben wir immer knapp 25€ aus, sodass wir im Monat bei 100€ liegen (4*25€) anstatt 149€.

Wir retten Lebensmittel mittlerweile über Foodsharing, das ist kostenfrei. Also fällt ein Großteil der circa 65€ aus dem Juni auch weg.
Damit liegen wir schon zwischen 250-300€.
Natürlich gehen wir manchmal auch öfter als 1 Mal im Monat essen. Das rechnen wir nicht in unsere Lebensmittel-Ausgaben mit ein.

Was wir früher ausgegeben haben

Bevor wir zu 90% plastikfrei, bio und vegan gegessen haben, haben wir deutlich mehr Geld ausgegeben.
Im Monat Juni haben wir knapp 30 € ausgegeben, für Essen das wir uns während der Arbeit gekauft haben. Immer klappt es mit dem Vorkochen nicht. Das war früher deutlich mehr.
Ich war mindestens 4 Mal die Woche im Supermarkt, vor der Arbeit oder in der Mittagspause. Es liegen 2 auf dem Weg zu der Bahnstation von der ich gefahren bin. Dort habe ich immer knapp 3-4€ ausgegeben. Also pro Monat schon mehr als 50€, mein Freund hat sich öfter etwas zu Essen gekauft. Auf der Arbeit habe ich täglich 1-2 Flaschen ein kaltes schwarzes Getränk getrunken, das waren dann so 15-20€ im Monat. Für gekauftes Wasser haben wir pro Monat circa 20-30 € ausgegeben. Und die drei Sachen waren nur Teile von unseren damaligen Ausgaben. Wir sind öfter essen gegangen und haben weniger gekocht, was auch nochmal mehr kostet.
Im Supermarkt haben wir oft Dinge gekauft wie Chips, Kekse, Fertigkram, Fleisch, Käse. Hier kann ich nur grob schätzen. Die Ausgaben waren ähnlich oder höher, weil wir halt viel unnötigen Kram gekauft haben.

Also zusammengefasst, ohne das wir es darauf angelegt haben, geben wir nun weniger Geld aus. Klarer Vorteil von zerowaste, vegan und Bio:) Wir kaufen weniger fancy-Kram, auch keine vegane Wurst. Tofu nur, wenn er in dem „Läuft bald ab und ist deshalb billiger“-Regal liegt.
Wir gehen seltener einkaufen, was auch nochmal dazu beiträgt, weniger auszugeben.

1 Kommentare

  1. Günther

    Wolfgang Amadeus Mozart hatte kein Müllproblem! Das ist 200 Jahre her!
    WA ist ein wesentlicher Vertreter Deutscher geistiger Hochkultur!
    Also: Wer ohne Müll auskommt gehört dazu!
    In diesem Sinne: Müllvermeider sind bedeutsam für unsere Hochkultur!

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