5 Wege zum Lebensmittel retten im Vergleich

Warum du als Zerowaster Lebensmittel retten solltest? Zum Einen, weil jeder Deutsche im Schnitt 55 kg Lebensmittel pro Jahr wegwirft (Quelle) und zu Anderen: Weil du so auch an Süßkram, ohne Plastik, rankommst. Ich hab noch einen Beitrag dazu verfasst, in dem du nachlesen kannst wie du sonst an plastikfreie Süßigkeiten rankommst. Lebensmittel retten, ist auch ne super coole Möglichkeit um den eigenen Geburtstag zerowaste zu feiern. Das habe ich letzes Jahr gemacht und das kannst du hier nachlesen. Hier kommen jetzt 5 Möglichkeiten mit dem quasi jeder Lebensmittel retten kann. Ich bekomme kein Geld für die Markennennung, mehr dazu am Ende des Beitrages.

  1. Rette deine bereits gekauften Lebensmittel

    Jeder kennt das: Kurz vor dem Urlaub oder dem Umzug sind noch so viele Lebensmittel da, die alle nicht mehr gegessen werden können. Jetzt kannst du Freunde fragen ob die die nehmen würden. Eine Freundin hat mir ihren kompletten Kühlschrank Inhalt gegeben, weil sie nachdem Umzug erst mal keinen mehr hatte und dann alles schlecht geworden wäre.
    Eine andere Möglichkeit, wenn es so aussieht als ob bei einer Party o.ä. Reste zurück bleiben, frag die Gäste ob sie was mitnehmen. Und Arbeitskollegen freuen sich ja eigentlich immer über Kuchen, oder? War zum mindest bei uns so. Alles was an Kuchen in der Küche stand war nach spätestens 2 Stunden weg :).

    Vorteil: Kann jeder machen und ist super einfach.
    Herausforderung: Es bedeutet ein wenig Aufwand für dich.

  2. Lebensmittel retten per App

    Seit einiger Zeit gibt es eine App, mit der du retten kannst. Hier findest du Läden in deiner Umgebung. Du kannst tagsüber, oder am Vortrag, per App einen Coupon bei diesem Laden kaufen und dann zu einer bestimmte Uhrzeit Lebensmittel abholen. Hier machen Supermärkte, Cafes, Bäcker und viele mehr mit. Ein Coupon kostet zwischen 3-5 € und du erhälst Ware im Wert von 8-15 €

    Vorteil: Jeder kann, einfach, mitmachen und bei vielen Läden kannst du deine eigenen Dose/Beutel zur Abholung mitbringen.
    Herausforderung: Oft sind die Sachen schon vorher verpackt und so fällt einiges an Verpackungsmüll an. Grade auf dem Dorf wird zu Abholung dann auch doch viel Auto gefahren.

  3. Foodsharing

    Habe ich jetzt diese Woche das erste Mal gemacht. Es gibt 2 Arten. Entweder du schaust dir mal auf der Foodsharing-Karte nach Fairteilern um. Das sind Orte an denen du dir gerettete Lebensmittel, die ein Foodsaver dort platziert hat, abholen kannst. Oder du wirst Foodsaver und geht selbst bei Supermärkten, Bäckern, Cafes vorbei und rettest dort Lebensmittel. Alles komplett unentgeltlich!

    Vorteil: Jeder kann einfach so mitmachen, es kostet nichts.
    Herausforderung: Die größte Herausforderung ist, dass du als Foodsaver sicher stellen solltest, das wirklich alle Lebensmittel noch verwendet werden. Wenn da mal 3 blaue Säcke voll Backwaren anfallen, dann ist das schon ne Herausforderung.

  4. Lebensmittel retten per Online Shop

    Hier gibt es 3 die ich schon kenne:

    •  Sirplus: Versendet gerettet Lebensmittel auf Bestellung und hat in Berlin auch 6 Offline Stores. Es gibt Bier, Süßkram, Veganes, Riegel, Milch…jede Menge.
    •  Etepetete: Versendet gerettetes Bio-Obst und -Gemüse
    •  Veggie-Specials: Versendet gerettete vegetarische und vegane verpackte Lebensmittel, von Keksen bis Festtags-Braten.

    Vorteil: Super für Menschen die außerhalb einer Stadt wohnen und es gibt Süßkram!
    Herausforderung: Für die Pakete wird Verpackungsmaterial genutzt, jede Sendung wird verschickt, also fordert CO2 ein. Hier solltest du dann eher drauf achten eher eine große Bestellung zu machen, anstatt vieler kleiner.

  5. Offline Lebensmittel retten

    Das geht in Köln super einfach! Es gibt hier einen Laden in Ehrenfeld, The Good Food. Dort kannst du als Kölner mit der Bahn hinfahren (Haltestelle Venloer / Ecke Gürtel) und nach 3 Minuten Fußweg bist du da. Hier findest du Gemüse, Obst, Bio, Konventionell, Bier, Backwaren, Chips (!!!), usw. The Good Food arbeitet mit Läden aus Köln und einem nahem Bauern zusammen und bekommt von denen alles, was nicht mehr verkauft werden kann, was zu klein / zu groß ist oder oder. Du zahlst hier was es dir wert ist. Betrieben wird der Laden, bis auf die Gründern, von Ehrenamtlern. Starke Leistung!

    Wohnst du nicht in Köln, dann schau mal bei Facebook. Da gibt es auch etliche Gruppen zum Thema „Lebensmittel retten in XY“.

    Vorteil:
     Es fällt kein zusätzlicher Verpackungs- / Versand-Müll an.
    Herausforderung: Es müsste mehr Läden wie The Good Food geben, damit das Retten für uns alle einfacher wird.

Werbung unbezahlt, warum?

Foodsharing ist ein Verein, den ich einfach gerne unterstütze. Der funktioniert komplett Geld frei. Bei The Good Food arbeiten mehr als 60 Menschen ehrenamtlich. Das eingenommen Geld wird für die Miete u.ä. genutzt. Deshalb unterstütze ich die Menschen dort gern so.
Togoodtogo und Sirplus habe ich beide gefragt ob sie mir eine Aufwandsentschädigung zahlen. Dort zahlt der Kunde pro Bestellung. Beiden teilten mir mit, dass dafür momentan kein Geld zur Verfügung stünde. Sirplus bot mir an mir 3 Pakete kostenfrei zuzusenden. Dazu habe ich ja gesagt, da ich dachte, so kann ich euch das dann zeigen. Jetzt im Nachhinein finde ich meine Entscheidung blöd, da wir jetzt echt viel Versandmüll hier haben.

Und jetzt… Viel Spaß beim Retten:)! Und falls du mehr wissen möchtest, kann ich dir diese Doku hier empfehlen: Taste the Waste. Hier erfährst du wie viele Lebenmittel weggeworfen werden und warum. Ist richtig cool gemacht, sie zeigen einfach die unfassbaren Berge von weggeworfenen Lebensmitteln.

 

 

Kategorie ContentEins, Einkauf, Podcast

Ich bin Anke, ein Wastelesshero. Mit meiner Familie lebe  ich fast Plastik- und Müllfrei. Ich will dir gern zeigen wie auch du das Undenkbare zu etwas Selbstverständlichen machst, ein Umweltheld wirst und dabei Geld & Zeit sparst und gesünder & freier lebst.

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